Altersgerecht umbauen – barrierefreie Umgestaltung, KfW-Förderung, Finanzierung

Der altersgerechte Umbau von Bestandsimmobilien ist für nicht wenige Menschen ein Muss – nämlich dann, wenn z. B. aufgrund von Krankheiten oder Behinderungen die eigenen 4 Wände nicht mehr wie gewohnt nutzbar sind. Aber es kann sich auch lohnen, schon in jüngeren Jahren und bei guter Gesundheit an das Alter und die daraus folgenden Mobilitätseinschränkungen zu denken und selbstgenutzten oder vermieteten Wohnraum Altersgerecht Umbauenaltersgerecht umzubauen. Bei vermietetem Wohnraum kann damit die Nachfrage gesteigert werden – bei Selbstnutzung verbessert sich die Lebensqualität. Derzeit sind nur etwa 1 % aller Wohnungen in Deutschland altersgerecht bzw. barrierearm gestaltet. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat es sich daher zum Ziel gesetzt, durch die gezielte Förderung den entsprechenden Umbau zu fördern und die Anreize für Immobilieneigentümer dadurch weiter zu erhöhen.

Wie sollte vorgegangen werden?

Wichtig ist, dass der Antrag auf eine entsprechende Förderung VOR Beginn einer Maßnahme gestellt wird, denn sonst wird die Förderung ggf. nicht gewährt. Gefördert werden insbesondere die barrierefreie Umgestaltung von Wohnraum, Maßnahmen zur Barrierereduzierung wie z. B. Anpassung der Sanitärobjekte oder die Verbreiterung von Türen und Eingängen und auch Maßnahmen im Wohnumfeld wie beispielsweise die Schaffung von KFZ-Stellplätzen oder die Schaffung von Wegen für Rollstühle, Rollatoren etc.

Gefördert wird auch der Erwerb von barrierearmem bzw. entsprechend umgebautem Wohnraum. Die Einhaltung von technischen Mindestanforderungen ist grundsätzlich notwendig – die Herstellung von altersgerechtem bzw. barrierearmem Wohnraum muss daher durch entsprechende Fachbetriebe erfolgen – empfehlenswert ist auch die Bestätigung durch einen Sachverständigen. Die genauen Voraussetzungen für ein KfW-Darlehen erläutert die KfW gern auch Nachfrage oder diese können auch im Internet auf den entsprechenden Seiten nachgelesen werden. Die Beantragung selbst erfolgt schriftlich über die Hausbank, die als durchleitendes Kreditinstitut fungiert.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung der KfW besteht aus einem zinsvergünstigten Annuitätendarlehen über bis zu 100 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 50.000 Euro je Wohneinheit. Die Sollzinsbindung beträgt dabei maximal 10 Jahre – auf Wunsch ist eine tilgungsfreie Anlaufzeit möglich. Da die Zinskonditionen und Fördervoraussetzungen variieren können, sollte vor Beginn einer Maßnahme immer zunächst mit dem Bank- oder Finanzierungsberater gesprochen werden. Manchmal gibt es noch weitere Fördermöglichkeiten in Abhängigkeit von der Gemeinde oder dem Landkreis, in dem das Vorhaben realisiert wird.

Kommentar hinzufügen