Im Kampf um Kunden sind oft die Baufinanzierung Konditionen entscheidend. Dies ist kein Wunder in Zeiten, in denen die Bankkunden deutlich preissensibler geworden sind. Viele Kunden entscheiden allein nach dem Preis. Und an der Verzinsung einer Baufinanzierung lässt sich beim richtigen Baufinanzierungsvergleich deutlich sparen.

Bei einem Zinsunterschied von nur 0,5% bei den Baufinanzierung Konditionen und bei einer durchschnittlichen Finanzierungssumme von 200.000 Euro bedeutet dies eine Ersparnis von mindestens 1.000 Euro im ersten Jahr der Baufinanzierung. Man sollte es sich jedoch bewusst machen, dass die meisten Zinsfestschreibungen für einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschlossen werden. Wenn für diesen langen Zeitraum die Zinsen einmal festgelegt sind, können diese nicht mehr so schnell verändert oder angepasst werden. Eine mögliche Zinsersparnis sollte daher nicht nur für ein Jahr, sondern für die Dauer der kompletten Zinsfestschreibung gerechnet werden. Im obigen Beispiel bedeutet dies eine Ersparnis von insgesamt ca. 10.000 Euro.  Es lohnt sich daher vor dem Abschluss einer Baufinanzierung etwas Zeit zu investieren, um günstige Baufinanzierung Konditionen zu finden. Natürlich kann niemand die Entwicklung der nächsten Jahre voraussehen. Es ist möglich, dass nur einige Monate später die Baufinanzierung Konditionen noch etwas günstiger zu haben sein könnten.

Aus diesem Grund sollte das aktuelle Geschehen am Markt für Baufinanzierungen und vor allem die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen genau beobachtet werden. Oft entscheidet sich der Zeitpunkt der Baufinanzierung nicht nach dem Stand der Kapitalmarktzinsen. Wenn gebaut wird, kann eventuell der Zeitpunkt persönlich ausgesucht werden. Bei einem Kauf hat der Käufer allerdings nur wenig Spielraum, um den Zeitpunkt der Kreditaufnahme zu bestimmen.

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Immobilienfinanzierung  – variabel oder fix?

Immer wieder stellt sich die Frage, ob eine Immobilienfinanzierung als variables Darlehen oder als Festzinsdarlehen mit einem fixen Zinssatz abgeschlossen werden soll. Die meisten Angebote der Banken beinhalten eine feste Verzinsung. Bei der variablen Verzinsung orientiert sich der Zinssatz der Banken in der Regel am 3-Monats-Euribor. Der Darlehenszinssatz beinhaltet dann noch Aufschläge im Bezug auf den genannten Referenzzins.

Auf den ersten Blick erscheint solche Art der Baufinanzierung als höchst riskant. Denn gerade in der aktuellen Situation sind Zinsanstiege sehr wahrscheinlich. Dies würde zwangsweise zur Verteuerung der laufenden Finanzierungskosten führen. Das Zinsänderungsrisiko kann voll durchschlagen – und vor allem die Kreditnehmer hart treffen, deren Baufinanzierung sowieso knapp kalkuliert war. Bei einem Darlehen über 100.000 Euro führt ein Zinsanstieg von nur einem Prozent schon zu einer Mehrbelastung von 1.000 Euro p.a.

An dieser Stelle sollte angemerkt werden, dass die meisten Angebote automatisch eine Zinsobergrenze beinhalten. In Fachsprache wird eine solche Zinsobergrenze als Cap bezeichnet. Der Preis für die Zinsobergrenze ist in dem Nominalzinssatz bereits enthalten. Dadurch, dass aktuell der Abstand zwischen Effektivzins und dem Cap bei vielen Angeboten relativ groß ist, fällt die Cap-Prämie relativ gering aus. Auf diese Weise wird dem Zinsänderungsrisiko eine Schranke vorgeschoben.

Bei steigenden Zinsen hat ein Kreditnehmer bei seinem Wohnbaudarlehen eine gewisse Zinssicherheit. Da die Banken aber bei fallenden Zinsen auf ihren Ertrag nicht vollständig verzichten möchten, definieren viele Banken ebenfalls eine Zinsschranke nach unten. Auf diese Weise können Kreditnehmer nicht uneingeschränkt von den fallenden Zinsen profitieren. Die Kreditzinsen bewegen sich bei einem Wohnbaudarlehen sozusagen in einem Korridor. Fixe Zinssätze liegen meistens unterhalb der Caps, sind aber im Vergleich zu den Kapitalmarktzinsen ziemlich teuer. Viele Kreditnehmer entscheiden sich daher für variable Konditionen bei einer Immobilienfinanzierung.

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