Die Finanzierung von Geschäftshäusern – Bank oder Finanzierungsmakler?

Bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung können beispielsweise Geschäftshäuser wie z. B. Ladenlokale, Ateliers oder auch Mehrfamilienhäuser finanziert werden. Bei einer solchen Finanzierung wird unterschieden zwischen einer Finanzierung von reinen Geschäftshäusern (mit mehr als 50 % gewerblicher Nutzung) und einer Finanzierung von teilgewerblichen Objekten (mit max. 50 % gewerblicher Nutzung). Je nach Anteil der geschwerbeimmobilien-finanzgewerblichen Nutzung kommen dafür unterschiedliche Finanzierungsformen und Anbieter in Betracht. Bei der Finanzierung von Gewerbeobjekten sind die Kriterien zur Bestimmung des Kreditrisikos und der Bonität des Darlehensnehmers sehr viel umfangreicher als bei privaten Finanzierungsvorhaben. Die differenzierte Betrachtung des Geschäftsmodells, der individuellen Finanzsituation, der Wettbewerbsfähigkeit und die Beurteilung des Ausfallrisikos erfordern eine oft langwierige und sehr detaillierte Analyse. Trotzdem kann der Finanzierungsinteressent – ganz ähnlich wie bei privaten Finanzierungsvorhaben – durch eine Optimierung im Vorfeld und durch eine ausreichende Eigenkapitaldecke die besten Voraussetzungen für eine günstige und individuell passende Finanzierung schaffen.

Nicht alle Kreditinstitute finanzieren Geschäftshäuser

Wer ein teilweise oder komplett gewerblich genutztes Immobilienobjekt finanzieren möchte, sollte sich zunächst selbst Gedanken darüber machen, wie das Vorhaben so günstig wie möglich realisiert werden kann. Ist ein realistisches Konzept aufgestellt, folgt die Suche nach einem passenden Anbieter. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Kreditinstitute auch gewerbliche Finanzierungen anbieten. Insbesondere bei einer gewerblichen Nutzung von mehr als 50 % sind die möglichen Finanzierungsanbieter nicht mehr so zahlreich vorhanden wie bei privaten oder teilweise gewerblich genutzten Immobilien. Trotzdem ist es empfehlenswert, möglichst viele Anbieter hinsichtlich des gewünschten Projektes nach einer Offerte zu fragen. Bereits bei der Anfrage sollten wichtige Eckpunkte wie Darlehenssumme, Zinsbindungsfrist, vorhandenes Eigenkapital, gewünschter Tilgungssatz und die mögliche Ratenbelastung zumindest umrissen sein. Je genauer diese Eckdaten feststehen, umso einfacher wird ein späterer Vergleich der Angebote. Auch sollte geprüft werden, ob möglicherweise Förderungen oder zusätzliche Sicherheiten eingebracht werden können, weil dies das Risikoprofil günstig beeinflusst.

Finanzierungsmakler helfen weiter

Gerade für die Finanzierung von gewerblichen Objekten wie z. B. Geschäftshäuser sind ein entsprechendes Vorwissen und eine breite Marktkenntnis von großem Vorteil. Ein neutraler Finanzierungsmakler kann bereits bei der Optimierung im Vorfeld der Anfrage helfen und erst recht bei der Kontaktierung möglichst vieler Anbieter und der folgenden Selektion. Die Konsultation eines solchen professionellen Dienstleisters spart letztlich Zeit und Geld, damit der Finanzierungsinteressent sich auf das Wesentliche – die Verfolgung seiner geschäftlichen Zielsetzungen – konzentrieren kann.