DTI Nord/Ost Q2/2017 – Immobilienpreise im Norden und Osten: Ist eine Grenze in Sicht?

Während die Preissteigerung in Hannover und Hamburg im Vergleich zu den Vorquartalen leicht zurückgeht, nehmen die Berliner Immobilienpreise noch einmal an Fahrt auf. Im zweiten Quartal 2017 zahlen Wohnungskäufer fast 18 Prozent mehr als noch im Vorjahr – ein deutschlandweiter Rekordanstieg. Einzige Ausnahme in der Region Nord-Ost ist erneut Dresden: Nachdem im letzten Quartal die Wohnungspreise leicht gesunken waren, nehmen nun die Hauskäufer in und um Dresden etwas weniger Geld in die Hand.

Warum es dennoch keine Immobilienblase in Deutschland gibt, erklärt Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, in einem kurzen Statement.

Rekord-Preisspanne in Hamburg

Auch in Hamburg übersteigt die Nachfrage nach Immobilien das Angebot immer noch deutlich. Makler machen sich dies zu Nutze und treiben die Immobilienpreise mit Bieterverfahren in die Höhe. „Wir merken allerdings, dass viele Kunden diesen Preis-Wettkampf nicht mehr uneingeschränkt mitmachen“, erklärt Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein. „Wenn ihnen ein Kaufpreis zu hoch erscheint, entscheiden sie sich im Zweifel gegen die Immobilie – und das ist meines Erachtens gut so.“

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Zwar steigen die Hamburger Immobilienpreise im zweiten Quartal 2017 weiter – im Vergleich zum letzten Halbjahr ist der Anstieg jedoch langsamer. Der Indexwert, der unter anderem Detaildaten zur Immobilie und dem Grundstück selbst sowie ihrer Lage umfasst, legt um 1,45 Prozent zu. Wohnungskäufer zahlen aktuell einen Medianpreis von 3.561 €/qm. Die durchschnittlichen Kosten für Ein- und Zweifamilienhäuser erhöhen sich mit 2,69 Prozent etwas deutlicher. „In Hamburg ist das Ende der Fahnenstange langsam erreicht“, meint Lösche. „Für uns ist aber die Schnelligkeit der Immobilienvergabe nach wie vor eine Herausforderung. Innerhalb weniger Tage muss ein Finanzierungsvorschlag vorliegen, sonst vergeben Makler die Immobilie an einen der vielen weiteren Interessenten. Angebote von Banken mit längeren Bearbeitungszeiten können wir so oft nicht berücksichtigen.“

Auch wenn die Preissteigerung an Dynamik verliert, die Preisspanne in der Elbmetropole bleibt enorm. Zwischen dem günstigsten und teuersten Quadratmeterpreis liegen sowohl bei Häusern als auch bei Wohnungen fast 11.000 Euro – so viel wie in keiner anderen deutschen Metropolregion. „Lage ist in Hamburg alles“, so Lösche. „Zwischen den Preisen in der Hafen City und in Billstedt liegen Welten.“

Moderate Preissteigerung in Hannover

Auch in Hannover fällt der Preisanstieg geringfügig schwächer aus als in den Vorquartalen. Hauskäufer greifen mit im Schnitt 1.977 €/qm nur minimal tiefer in die Tasche als im ersten Quartal 2017. Der Index erhöht sich um weniger als ein Prozent, hat im Vergleich zum Vorjahresquartal allerdings bereits um 14,60 Prozent zugelegt. Auf dem Wohnungsmarkt zeigt sich eine ähnliche Entwicklung: Der Index erhöhte sich um 2,41 Prozent zum Vorquartal, aber nahezu zwölf Prozent zum Vorjahresquartal.

Preisexplosion bei Berliner Wohnungen

Berlin hat nach wie vor eine Magnetwirkung. Zehntausende neue Bürger verzeichnet die Hauptstadt jährlich. Die Folge: Das Angebot an Wohnungen kann der Nachfrage bei Weitem nicht standhalten. Dieser Trend spiegelt sich in den Quartalsdaten von Dr. Klein wider, in denen sich enorme Preissteigerungen für Berliner Wohnungen zeigen. Nach einem Anstieg von rund sieben Prozent zum Vorquartal und nahezu 18 Prozent zum Vorjahr liegt der gemittelte Kaufpreis für Wohnungen bei 3.423 €/qm – und damit fast auf Hamburger Niveau. Hauskäufer investieren mit 2.308 €/qm zwar im Schnitt deutlich weniger, die Preisspanne von 547 bis 10.527 €/qm ist hier jedoch ebenfalls groß.

Häuser in Dresden werden günstiger

Einzige Ausreißer bei der Preisentwicklung sind die Dresdener Hauspreise. Mit einem Medianpreis von 2.083 €/qm liegen sie zwar noch über dem Hannoveraner Niveau, der Indexwert ist jedoch im Vergleich zum Vorquartal leicht gesunken (-0,14 Prozent). Auch die Preissteigerung im Vergleich zu 2016 ist mit rund 4,5 Prozent überschaubar. Die Kosten für Wohnungen sind in den letzten beiden Jahren fünf Mal leicht gesunken, so auch im letzten Quartal. Im zweiten Quartal 2017 ziehen die Preise dagegen wieder deutlich an, und zwar um fünf Prozent – ein neuer Rekordwert für die sächsische Hauptstadt. 2.142 €/qm zahlen die Dresdner im Schnitt für eine Wohnung – und damit fast genau so viel wie Hannoveraner.

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren erfolgreich am Markt etabliert. Angefangen in der Vermittlung von Finanzierungen in der kommunalen Wohnungswirtschaft in Lübeck baut Dr. Klein seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit rund 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten bundesweit vertreten. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit oder Geldanlage. Dank kundenorientierter Beratungskompetenz und vertrauensvollen Beziehungen zu rund 300 Kredit- und Versicherungsinstituten sichert Dr. Klein seinen Kunden stets den einfachsten Zugang zu individuellen Finanzlösungen. Dafür wird das Unternehmen immer wieder ausgezeichnet. Zuletzt zum dritten Mal in Folge als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und mit dem „Deutschen Fairnesspreis“. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

Pressekontakt

Anna Commentz
Leiterin PR & Presse
Tel.: +49 (0) 451 / 1408 – 7245
E-Mail: presse@drklein.de

Kommentar hinzufügen