Entwicklung der Bauzinsen im August 2014 – Baugeld bleibt billig

Derzeit ist eine Seitwärtsentwicklung bei den Bauzinsen zu beobachten. Anfang August wurden die finanzpolitischen Leitzinsvorgaben durch die EZB (Europäische Zentralbank) bestätigt. Der Leitzinssatz beträgt damit unverändert 0,15 %. Nach Einschätzung der EZB wirken sich die im Juni getroffenen Maßnahmen nun bereits effektiv aus – damals sollte durch die Einführung bauzinsen-entwicklung-08201eines (noch immer geltenden) Strafzinses für die Einlagerung von Geld der Geschäftsbanken und weiteren Maßnahmen die äußerst niedrige Inflation bekämpft werden. Die Entwicklung der Inflation hin zur Zielhürde von 2,0 % sowie die wirtschaftliche Erholung der Länder innerhalb der Eurozone setzen sich weiterhin fort.

Gefahr drohe nach Aussage der EZB jedoch von den Auswirkungen der Krisen im Irak, in Syrien und in der Ukraine. Eine Schwächung der wirtschaftlichen Entwicklung in diesen Regionen und die noch immer bestehenden Probleme einiger Schwellenländer könnten zur allgemeinen Abkühlung der Konjunktur auch in der Eurozone führen. Einen negativen Einfluss könnten auch die verhängten Sanktionen gegen Russland gewinnen.

Einfluss aus den USA derzeit gering

Die jüngsten Maßnahmen der US-Notenbank Fed scheinen ebenfalls im positiven Sinne zu greifen. Das Bruttoinlandsprodukt zeigte zuletzt eine merkliche Wachstumstendenz (plus 4,0 % im 2. Quartal 2014). Die Anleihen-Käufe der FED konnten weiter reduziert werden – der Markt rechnet mit einem Ende des Kaufprogramms noch in diesem Jahr. Einen Termin für die Anhebung des US-Leitzinses gibt es derzeit nicht, da noch nicht genau abgeschätzt werden kann, wann die Erholung in ausreichendem Maße voranschreiten wird.

Abwartender Trend wird sich wohl fortsetzen

Experten erwarten kurzfristig eine Fortsetzung des derzeitigen Zinsseitwärtstrends, da die Zinsentwicklung derzeit sozusagen in einer abwartenden Position ist. Wann und wie sich die dargestellten, unterschiedlichen Einflüsse auswirken werden, kann sich mittel- und langfristig nicht vorhersagen lassen. Erst neue Impulse von den Märkten könnten zu merklichen Veränderungen der Zinspolitik oder zu wirtschaftlichen Auswirkungen mit Zinseinfluss führen. Das niedrige Niveau sollte daher momentan von Immobilieninteressenten für die Finanzierung genutzt werden. Allgemein ist es sehr unwahrscheinlich, dass das auch historisch sehr niedrige Niveau langfristig weiterhin bestehen bleibt. Aktuell können beispielsweise Hypothekendarlehen mit einer 10-jährigen Zinsbindung bereits ab 1,6 % Sollzinsen bekommen werden. Auch für die Planung einer Anschlussfinanzierung ist das Zinsniveau interessant: So können z. B. mit einem Forward-Darlehen die niedrigen Zinsen bereits für künftige (Anschluss-)Finanzierungen bis zu 5 Jahre im Voraus abgesichert werden.

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