Entwicklung und Prognose der Bauzinsen im Dezember 2014

Die weiterhin anhaltende Seitwärtsbewegung bei der Bauzinsentwicklung erfreut auch im Dezember alle Finanzierungsinteressenten. In 2014 zeigte sich eine Gesamtentwicklung, die nach einer reinen Seitwärtsbewegung in der ersten Jahreshälfte sogar leicht fallende Zinskonditionen in der zweiten Jahreshälfte bauzinsen-entwicklung-dezemoffenbarte. Der Trend aus 2014 dürfte sich nach Einschätzung vieler Experten auch im Dezember 2014 und Frühjahr 2015 fortsetzen. Die bisher getroffenen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben weiterhin bestehen – hierbei gelten vor allem die definierten Ziele einer konjunkturellen Belebung und der Bereitstellung billigen Geldes für die Kreditvergabe als klare Vorgaben. Die Geschäftsbanken agieren eher rational: Lang- und mittelfristige Investitionen unter Einbehaltung der Basel-/Eigenkapital-Richtlinien werden unter dem Aspekt des Risiko-/Rendite-Verhältnisses analysiert und entsprechend gewichtet. Gerade unter dem Gesichtspunkt eines möglichst niedrigen Ausfallrisikos wird dabei die Kreditvergabe im Bereich des deutschen Immobilienmarktes favorisiert. Damit bleiben entsprechende Immobilienfinanzierungsangebote für Interessenten attraktiv.

Sicherheit wird präferiert

Auf den Kapitalmärkten in Europa regiert derzeit ein großes Verlangen nach Sicherheit: Durch die wirtschaftlichen Unsicherheiten in 2014 innerhalb der Eurozone sowie die oft bescheidenen Konjunkturindikatoren suchen Investoren vermehrt nach Anlagemöglichkeiten mit entsprechenden Sicherheitspuffern. In Italien beispielsweise herrschen große Rezessionsängste und auch in Deutschland ist die Gefahr einer wirtschaftlich rückläufigen Tendenz noch nicht gebannt. Somit investieren Anleger eher selektiv, wobei Investments in Immobilien sehr weit oben auf der Wunschliste stehen. Aus den genannten Faktoren ergibt sich ein Markt, der auf der Angebotsseite von vielen günstigen Offerten geprägt ist und auf der Nachfrageseite entsprechende Interessenten findet. Besonders gewerblich genutzte Immobilien sind in Nord- und Westeuropa äußerst gefragt. Allein in Deutschland zeigte sich in 2014 eine Zunahme der entsprechenden Investitionen von ca. 30 %, in Frankreich waren es 55 % und in Spanien gar 171 %. Absolut gesehen ist der Umsatz mit Gewerbeimmobilien in Deutschland mit ca. 15 Milliarden € am höchsten in ganz Europa. Diese Zahlen belegen den nach wie vor sehr attraktiven und lebhaften Trend zum Erwerb von Immobilien hierzulande.

Ausländische Investoren investieren ebenfalls verstärkt in Deutschland

Die attraktiven Rendite-/Risiko-Verhältnisse locken auch viele ausländische Investoren zu einer Kapitalanlage in Deutschland. Gerade asiatische Investoren investierten 2014 verstärkt in deutsche Immobilien. Neue Immobilienprojekte profitieren von diesem Investmenttrend in sehr hohem Maße. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilien in Deutschland aus dem In- und Ausland halten das Marktgleichgewicht aufrecht und untermauern somit zusätzlich die günstigen Zinskonditionen. Diese günstigen Marktverhältnisse werden wohl auch in den nächsten Monaten bestehen bleiben – Finanzierungsinteressenten müssen sich somit keine Sorgen machen, dass die Zinssituation auf kurze oder mittelfristige Sicht eine merklich negative Entwicklung nehmen könnte. Weder die gesamtwirtschaftliche Situation in Europa noch die derzeitige Nachfragesituation indizieren eine möglicherweise eintretende Zinsverteuerung. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage von Ernest & Young beispielsweise ergab, dass etwa 85 % der europäischen Versicherer auch weiterhin an Immobilienprojekten in B-Lagen in Deutschland interessiert sind. Ein so günstiges Marktumfeld vor dem Hintergrund der allgemeinwirtschaftlichen Entwicklung sind Garanten für ein weiterhin günstiges Zinsklima. Eine Verteuerung der Zinskonditionen in den nächsten Monaten wird daher von der Mehrheit der Experten nicht erwartet. Immobilieninteressenten können sich also auch weiterhin in aller Ruhe nach entsprechend passenden Angeboten umsehen.

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