Forward-Darlehen ohne spezifische Immobilie planen

Zum Abschluss eines Forward-Darlehens ist es in der Regel notwendig, ein spezifisches Objekt zu benennen, damit das Kreditinstitut die entsprechenden Kalkulationen vornehmen kann. Bei einem Forward-Darlehen handelt forward-darlehenes sich nämlich im Prinzip um ein Annuitätendarlehen, welches jedoch mit einer Vorlaufzeit bis zur Inanspruchnahme des Darlehensbetrages ausgestattet ist. Daher muss das Kreditinstitut den Objektwert kennen, damit eine dem Beleihungsauslauf angemessene Zinskondition gestellt werden kann.

Seit geraumer Zeit gibt es Offerten von bestimmten Banken, Forward-Darlehen auch ohne das Vorhandensein einer spezifischen Immobilie abzuschließen. Geeignet ist dieses Angebot für Interessenten, die innerhalb der nächsten 5 Jahre planen, eine Immobilie zu erwerben, aber noch nicht genau wissen, welche Immobilie das sein wird. Trotzdem möchten diese Kunden von den aktuell sehr niedrigen Zinsen profitieren und sich dieses Zinsniveau sichern. Fest steht also nur, dass ein Immobilienobjekt angeschafft werden soll – und dies mit einer möglichst günstigen Finanzierung! Das Problem dabei ist, den genauen Wert zu schätzen und damit den nötigen Fremdkapitalbedarf zu ermitteln. Hier muss der Interessent jedoch keinen genauen Betrag angeben, sondern einen Kapitalrahmen mitteilen, in welchem sich das zukünftige Darlehen bewegen wird.

Analog gilt dies für den genauen Zeitpunkt der Darlehensaufnahme. Der Interessent muss der Bank also lediglich die Rahmenkennzahlen mitteilen und kann dann weiter auf die Suche nach seiner Traumimmobilie gehen. Die Bank wird ihm dann ein entsprechendes Angebot unterbreiten, was vertraglich fixiert werden kann. Dieses Angebot ist dann für Interessenten geeignet, die sich sicher sind, eine Immobilie in der nächsten Zukunft kaufen zu wollen und so flexibel sind, etwaige Differenzen vom angegebenen Kredit- und Zeitrahmen ggf. aus Eigenmitteln decken zu können.