Hausfinanzierung: 5 Tipps für ein erfolgreiches Gelingen

Bei einer Immobilienfinanzierung stellt sich die Frage, welcher Darlehensgeber gewählt werden soll und welche Finanzierungsform für den individuellen Bedarf am geeignetsten ist. Die Antworten auf diese Fragen sind nicht unbedingt leicht zu beantworten – speziell dann, wenn der Interessent wenig Erfahrung im Umgang mit Finanzierungen hat und über keine ausreichenden Marktkenntnisse verfügt. Hier nun 5 Tipps, damit eine Hausfinanzierung erfolgreich verlaufen kann:

1. Den genauen Kapitalbedarf klären

Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn an der Höhe des aufgenommenen Darlehens orientieren sich die Kreditkonditionen, die Zeit bis zu Schuldenfreiheit und die gesamte, finanzielle Belastung. Dabei ist zu beachten, dass ein Kredit umso günstiger und risikoloser wird, je mehr hausfinanzierung-tippsEigenkapital in die Hausfinanzierung mit eingebracht werden kann. Fachleute empfehlen, dass mindestens 20 bis 30 Prozent des Kapitalbedarfs aus Eigenmitteln stammen sollten.

2. Finanzierungsform und Laufzeit festlegen

Die Finanzierungsform und die Laufzeit entscheiden ebenfalls über die finanzielle Belastung und die Absicherung des Kreditrisikos. Die am weitesten verbreitete Finanzierungsform ist das Annuitätendarlehen, welches durch immer gleich bleibende Raten gekennzeichnet ist.

Das erleichtert die Kalkulation und bringt in Verbindung mit einer Zinsbindungsfrist auch eine große Sicherheit für die zukünftige Belastung. Es existieren aber auch andere Finanzierungsformen, die je nach vorhandenem Kapital und Einkommen ggf. günstiger für den Kreditnehmer sein können. Die Zinsbindungsfrist schließt das Risiko von unerwarteten Zinserhöhungen und damit höheren Belastungen aus, verteuert den Kredit aber auch zunächst.

3. Flexibilisierungsoptionen einbauen

Die aktuelle Situation eines Kreditnehmers muss nicht immer gleich bleiben. Wenn sich in Zukunft beispielsweise Einkommen oder finanzielle Belastungen ändern, ist es gut, wenn sich die Immobilienfinanzierung ebenfalls anpassen lässt. Hier können z. B. eine kostenlose Änderung des Tilgungssatzes oder kostenfreie Sondertilgungen wertvolle Dienste leisten. Diese Punkte sollten vor Vertragsabschluss mit dem Bankmitarbeiter ausführlich erläutert werden.

4. Möglichst viele Angebote vergleichen

Um das wirklich günstigste und dabei individuell passendste Angebot zu finden, müssen in der Regel möglichst viele Anbieter kontaktiert werden. Es ist für einen späteren Vergleich dabei sehr hilfreich, wenn die Anfrage bereits die wichtigsten Eckpunkte enthält – dazu gehören u.a. die Darlehenssumme, der anfängliche Tilgungssatz, die gewünschte Laufzeit etc.

5. Korrekte Selbsteinschätzung und realistische Planung vornehmen

Jeder Interessent sollte sich selbst richtig einschätzen und bei Bedarf ggf. einen neutralen Finanzberater hinzuziehen. Es ist von entscheidender Bedeutung, bereits vor der Unterzeichnung eines Finanzierungsvertrages eine optimierte und realistische Finanzierungsplanung aufzustellen, damit später das Risiko eines Rückzahlungsausfalles möglichst gering ist. Ein neutraler Berater kennt dabei die wichtigsten Kriterien und kann hilfreich bei der realistischen Planung zur Seite stehen.

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