Hausfinanzierung für Singles: Andere Vorgehensweise als bei Verheirateten!

Eine Immobilienfinanzierung für Alleinstehende muss grundsätzlich anders angegangen werden als eine Finanzierung für Verheiratete bzw. ein Kredit für gemeinschaftlich zu erwerbende Objekte. So ist es beispielsweise für Singles hausfinanzierung-fuer-singlwichtig, eine möglichst lange Darlehenslaufzeit zu wählen, um mehr Freiraum bei der finanziellen Rückführung zu schaffen. Denn wer allein eine Immobilie abzahlen muss, hat nicht die Möglichkeit, sich im Falle ungünstiger Entwicklungen auf den Partner bzw. die Familie zu stützen.

Gängige Empfehlungen für Hausfinanzierungen nicht zwangsläufig auch bei Singles gültig

Die weitaus meisten privaten Hausfinanzierungen werden von Paaren bzw. Familien aufgenommen – laut dem Ergebnis einer Erhebung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau sogar ca. 70 %. Doch auch Singles müssen nicht unbedingt zurückstecken, denn auch für sie ist es möglich, eine Finanzierung zu stemmen. Viele grundsätzliche Ratschläge von Fachleuten für die Vorgehensweise bei einer Immobilienfinanzierung gelten jedoch nicht zwangsläufig auch für Singles – hier heißt es: Umdenken! Ganz wichtig bei der Kalkulation ist dabei, auf eine möglichst flexible und vorsichtige Finanzplanung zu achten, denn ändert sich die finanzielle Situation des Kreditnehmers, gibt es keine weitere Person, die ausgleichend zur Seite stehen könnte. Eine besonders wichtige Stellung nimmt daher das Eigenkapital ein. Singles kann nur geraten werden, deutlich mehr Eigenkapital in eine Hausfinanzierung einzubringen als dies bei Paaren der Fall ist. Während die gängige Empfehlung für Paare bzw. Familien bei ca. 20 bis 30 % Eigenkapital liegt, sollte dieser Anteil bei Alleinstehenden mindestens 40 bis 50 % betragen. Günstiger Nebeneffekt: Bei so viel Eigenkapital wird das Kreditinstitut auch einen merklich günstigeren Sollzins anbieten.

Singles sollten unbedingt eine lange oder sehr lange Zinsbindung wählen

Weil es diverse Einflüsse (wie z. B. längere Krankheit oder Arbeitslosigkeit) gibt, welche die finanzielle Ausgangslage des Alleinstehenden ungünstig beeinflussen können, sollte auf eine extra lange Laufzeit der Finanzierung geachtet werden. So sind beispielsweise 15, 20 oder 25 Jahre nur zu empfehlen, weil dann die Raten planbarer sind und eine grundsätzlich sicherere Kalkulation ohne schnelles Zinssteigerungsrisiko ermöglicht wird. Die Höhe der Fremdkapitalaufnahme sollte dabei ebenfalls begrenzt werden, so dass final nicht mehr als 30 % des verfügbaren Nettoeinkommens für die Ratenzahlungen aufgewendet werden müssen. Nach 10 Jahren hat – bei günstiger Entwicklung – grundsätzlich jeder die Möglichkeit, sich nach einem neuen Kredit umzusehen und schadenfrei aus dem bestehenden Vertrag auszuscheiden – auch wenn ursprünglich eine längere Zinsbindung vereinbart war.

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