Interhyp-Studie: Beim Anschlusskredit verschenken Immobilienbesitzer viel Geld

(München, 5. Dezember 2017) Bei der Anschlussfinanzierung können Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland viel Geld sparen. Das zeigt die repräsentative Studie „Anschlussfinanzierung in Deutschland“ von Interhyp, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen. Jeder zweite Befragte profitierte demnach bei der Anschlussfinanzierung von „deutlich niedrigeren Zinsen“ als bei der Erstfinanzierung. Bei einem Vergleichspanel von Kunden, die ihren Anschlusskredit überwiegend in der derzeitigen Niedrigzinsphase abgeschlossen haben und am Anbietervergleich interessiert sind, waren es sogar fast 90 Prozent. „Das derzeitige Zinsniveau bietet attraktive Vorteile“, sagt Mirjam Mohr, Vorstandsmitglied der Interhyp AG, und ergänzt: „Wer dann noch seine Finanzierungsstruktur optimiert und vergleicht, kann enormes Sparpotenzial heben“. Das aber bleibt oft ungenutzt, wie die Umfrage zeigt, die Statista im Auftrag von Interhyp durchgeführt hat. Denn Kreditnehmer überschätzen vielfach den finanziellen und zeitlichen Aufwand für einen Bankwechsel, die so genannte Umschuldung.

Für die Kreditinstitute sind Anschlussfinanzierer attraktive Kunden, wie die Studie offenbart: Bei mehr als der Hälfte der Befragten (51 Prozent) aus der repräsentativen Bevölkerungsgruppe hatte sich die finanzielle Ausgangsposition im Vergleich zur Erstfinanzierung verbessert. Hauptgründe für eine Verbesserung waren ein höheres Einkommen (77 Prozent), geringere finanzielle Belastungen (33 Prozent), mehr Eigenkapital (15 Prozent) und ein gestiegener Immobilienwert (10 Prozent). „Die günstigen Zinsen und die oft verbesserte finanzielle Situation verschaffen Eigenheimbesitzern eine gute Verhandlungsposition, so dass sie in Ruhe Angebote vergleichen und die richtigen Entscheidungen für die weitere Finanzierung ihres Zuhauses treffen können“, sagt Mirjam Mohr, die im Interhyp-Vorstand das Privatkundengeschäft verantwortet. „Anschlussfinanzierungskunden haben bewiesen, dass sie verlässliche Darlehensnehmer sind. Auch das führt oft zu günstigeren Konditionen.“

Grafik: Interhyp AG

Das Sparpotenzial beim Anbietervergleich ist groß: Bei durch Umschuldung erzielbaren Zinsvorteilen von bis zu etwa einem halben Prozentpunkt können über die Laufzeit des Darlehens je nach Konstellation leicht mehrere Tausend Euro eingespart werden, berechnet Interhyp. Zudem regeln die beteiligten Banken die Abtretung der Grundschuld und die Auszahlung meist untereinander, so dass für die Darlehensnehmer hier kaum Aufwand entsteht.

Dennoch scheuen viele Deutsche den Wechsel des Kreditinstituts: Zwei Drittel der repräsentativ Befragten haben den Anbieter nicht gewechselt – zum Beispiel, weil sie sich Sorgen über damit verbundene Kosten machen. Dabei lohnt sich der Wechsel in vielen Fällen: Beim Vergleichspanel der Kunden, die zu 90 Prozent „deutlich sparen“ konnten, hatten zwei Drittel den Anbieter gewechselt.

Die Studie zeigt auch, dass Sorgen über Kosten und Aufwand für den Bankenwechsel vielfach unbegründet sind. Vor der Anschlussfinanzierung schätzen rund 30 Prozent den zeitlichen Aufwand für die Umschuldung als eher hoch ein. Im Gegensatz dazu berichten diejenigen, die eine Umschuldung abgeschlossen haben, überwiegend von einem problemlosen Ablauf: 80 Prozent unterstützen die Aussage: „Der Aufwand war gering, das meiste haben die Banken erledigt.“ Auch der finanzielle Aufwand ist oft geringer als gedacht. So glauben nur 32 Prozent der Befragten vor der Anschlussfinanzierung, dass die Umschuldungskosten für einen Bankwechsel unter 500 Euro liegen. Von denjenigen mit abgeschlossenem Anschlusskredit berichtet aber mehr als die Hälfte, dass nur diese geringen Kosten anfielen. Hintergrund: Beim Anbieterwechsel werden Kosten für die Abtretung der Grundschuld erhoben, sie sind abhängig von der Darlehenshöhe und betragen meist nur wenige Hundert Euro.

Ein weiterer Hebel zur Optimierung ist vielfach unbekannt: Laut BGB steht Darlehensnehmern zehn Jahre nach Vollauszahlung des Kredits ein Sonderkündigungsrecht zu. 40 Prozent der Kreditnehmer mit Zinsbindungen von 15 Jahren und mehr wissen nicht, dass ihnen dieses Recht zusteht.

Über die Studie: Für die Studie „Anschlussfinanzierung in Deutschland“ hat das Statistik-Portal Statista im Auftrag von Interhyp 2.200 Personen aus repräsentativen Bevölkerungsgruppen sowie im Vergleich dazu rund 1.100 Personen aus einem online- und vermittleraffinen Interhyp-Panel, vorwiegend mit Interesse an einer Anschlussfinanzierung oder einer kürzlich abgeschlossenen Anschlussfinanzierung, befragt.

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