Kapitalanlage: Betongold richtig finanzieren

(München, 29. Oktober 2015) Angesichts anhaltend niedriger Zinsen liebäugeln viele Kaufinteressenten mit dem Erwerb einer Immobilie zur Fremdnutzung. Damit die Kapitalanlage auch betongoldwirklich zur lohnenden Investition wird, sollten Käufer sich sehr gut mit den aktuellen Bewegungen auf dem Immobilienmarkt und mit dem Zinsumfeld auskennen. „Nicht zuletzt aufgrund der Preisschübe der vergangenen Jahre müssen sich besonders Haus- und Wohnungskäufer, die die Immobilie anschließend nicht selbst bewohnen möchten, im Vorfeld gut über Chancen und Risiken informieren“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen gibt drei Tipps, die Kapitalanleger berücksichtigen sollten.

Tipp 1: Lokalen Immobilienmarkt kennen

Um die Nachfrage und das langfristige Potenzial der Region einschätzen zu können, sollten Kapitalanleger den lokalen Immobilienmarkt sehr gut kennen. Nur so kann ein Käufer die Vermietbarkeit der Immobilie realistisch einschätzen und möglichen Mietausfällen vorbeugen. Neben einer ausführlichen persönlichen Begutachtung helfen außerdem offizielle Mietspiegel der Stadt, Informationen von Vermieterverbänden und vergleichbare Mietgesuche sowie Immobilienanzeigen in Zeitungen und im Internet auf Immobilienportalen.

Tipp 2: Günstiges Zinsniveau für Tilgung nutzen

Der Immobilienerwerb ist in der Regel die größte finanzielle Transaktion im Leben und sollte sowohl zur gegenwärtigen als auch zur zukünftigen Lebenssituation perfekt passen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen trifft die aktuell geltende Faustregel, nach der eine Finanzierung mit einer möglichst hohen Anfangstilgung abgeschlossen werden muss, auch für Kaufinteressenten zu, die eine Immobilie zur Fremdnutzung erwerben wollen. „Für Eigennutzer wie für Kapitalanleger gilt im aktuellen Zinsumfeld gleichermaßen: Wer viel tilgt, hat die Darlehenslaufzeit unter Kontrolle und investiert sein Vermögen gewinnbringend“, rät Goris.

Tipp 3: Eigenkapital einbringen und über Rücklagen verfügen

In Zeiten extrem niedriger Guthabensverzinsung wie heutzutage sollten auch Kapitalanleger Eigenkapital in ihre Immobilienfinanzierung einbringen. „Das Sparvermögen ist solide investiert und Banken belohnen den Eigenkapitaleinsatz mit besseren Konditionen, sodass dadurch auch die Rendite optimiert wird“, sagt Goris weiter. Außerdem sollten Kapitalanleger über ein finanzielles Polster verfügen, auf das sie im Falle von Mietausfällen oder unerwarteten Instandhaltungs- oder Reparaturkosten zurückgreifen können. Der finanzielle Puffer sollte so aufgebaut sein, dass der Käufer selbst einen Mietausfall von mehreren Monaten mit seinem regulären Einkommen überbrücken kann, ohne dass die Finanzierung ins Wanken gerät.

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