Kredit-Umschuldung: Wozu und was beachtet werden sollte

Wer viele oder teure Kredite abzahlen muss, sollte über die Möglichkeit einer Umschuldung bestehender Verbindlichkeiten nachdenken. Eine solche Umschuldung eines oder mehrerer Kredite kann vielerlei Gründe haben: So möchten einige Kreditnehmer laufende Kredite zusammenfassen, um dann nur noch einem Gläubiger gegenüberzustehen, andere möchten einen finanziellen Vorteil aus günstigeren Angeboten ziehen – im Idealfall verhilft eine Umschuldung zu mehreren Vorteilen. So einfach wie das klingen mag, ist es jedoch leider nicht immer – es gilt einige Punkte detailliert zu betrachten, bevor die Unterschrift unter einen neuen Vertrag gesetzt wird.

Wie sollte vorgegangen werden?

Während der Abzahlung bestehender Kreditverbindlichkeiten sollte grundsätzlich der Finanzmarkt beobachtet werden. Wie entwickeln sich die Zinsen? Wie ist das aktuelle Angebotsumfeld für Neukredite? Umfassende Informationen zu diesen Themen und eine Übersicht über aktuelle Anbieter findet der Interessent auf den Websites unserer Anbieter. Fällt das Zinsniveau und erscheinen Neukredite im Vergleich zu den bestehenden Verbindlichkeiten äußerst attraktiv, lohnt sich ein genauerer Blick. Dazu gehören eine genaue Aufstellung der bestehenden Zins- und Tilgungsbelastungen sowie die Einholung individueller Angebote möglichst vieler verschiedener Anbieter für den Fall einer Umschuldung. Gerade bei vielen bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber mehreren Kreditinstituten kann eine günstige Umschuldung nicht nur eine Zinsersparnis bringen, sondern zusätzlich noch ein einfacheres Handling und eine bessere Übersicht und Finanzplanung. Entscheidend ist auch, ob ein Neuvertrag der individuellen Situation entsprechend angepasst werden kann, also die Raten am Ende das vorhandene Einkommen nicht zu stark belasten.

Vorsicht bei der Kündigung von Altverträgen

Allerdings muss bei den bestehenden Vertragsverhältnissen genau geprüft werden, ob und wenn ja wie hoch ggf. eine Vorfälligkeitsentschädigung sein wird. Viele Kreditgeber berechnen dem Kunden – je nach abgeschlossener Kreditform – eine Vorfälligkeitsentschädigung und ggf. weitere Gebühren, wenn der Restkreditbetrag auf einen Schlag getilgt wird. Diese Kosten müssen beim bisherigen Kreditpartner angefragt und ggf. in die Kalkulation mit einbezogen werden. Gerade für Finanzlaien empfiehlt sich hier die Inanspruchnahme einer unabhängigen Fachberatung, denn für die Berechnung gibt es Richtlinien, die eingehalten werden müssen – ggf. können sich aufgrund der Vertragsklauseln sogar weitere Konsequenzen ergeben. Erst, wenn unter dem Strich ein wirklich greifbarer Vorteil steht, lohnt sich eine entsprechende Umschuldung. Gerade professionelle Berater haben hier den besten Überblick und können über die ihnen bekannte, breite Anbieterbasis den günstigsten Anbieter anhand der individuellen Gegebenheiten herausfiltern.

Nach der Umschuldung

Stellt sich ein Anbieter für die Umschuldung wirklich als nennenswert vorteilhaft heraus, müssen die Altverträge entsprechend befriedigt / gekündigt und fortan beim neuen Kreditgeber entsprechende Verpflichtungen erfüllt werden. Besonders wichtig ist hier die Kreditart (z.B. Ratenkredit mit festen Zinsen oder variables Darlehen etc.), denn diese entscheidet über die zukünftige finanzielle Belastung und die Art der Zins- und Tilgungszahlungen. Es sollte daher unbedingt eine Abstimmung mit den persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen stattfinden, damit die Belastungen aus dem neuen Kredit geschultert werden können und ggf. nicht zu risikoreich sind. Eine gute Vorausplanung resultiert letztendlich in einer deutlich geringeren Zinsbelastung als vor der Umschuldung und in – im Falle vorher bestehender multipler Kreditverhältnisse – einem entsprechend einfacherem Handling.

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