Ein Wohnkredit ist ein Kredit für Interessenten mit existierendem Wohneigentum, die z.B. eine Inneneinrichtung (Möbel etc.) oder auch Anbauten und Erweiterungen wie Carports oder Gartenhütten finanzieren möchten. Das Angebot variiert dabei von Kreditinstitut zu Kreditinstitut – grundsätzlich handelt es sich aber um ein Kredit OHNE Grundschuldeintrag, jedoch gegen Nachweis des Immobilieneigentums. Darlehenshöhen von etwa 5.000 bis ca. 50.000 Euro bei Laufzeiten von 12 bis 84 Monaten sind möglich – die Gestaltung kann dabei als Ratenkredit bzw. als Annuitätendarlehen erfolgen.

Kostenfreie Sondertilgungen sind dabei in der Regel kein Problem. Viele Banken bieten ähnlich gelagerte Kredite unter anderen Bezeichnungen an, der Begriff Wohnkredit an sich ist nicht an bestimmte Definitionen gebunden und wird demzufolge oft als Marketinginstrument genutzt. Es ist durchaus denkbar, dass herkömmliche Konsumentenkredite vergleichbare oder auch bessere Konditionen aufweisen. Für die Gewährung des Wohnkredites ist wie auch bei anderen Krediten entscheidend, dass der Kreditnehmer ein ausreichendes und möglichst sicheres Einkommen aufweisen kann und eine generell gute Bonität besitzt.

Wird ein Wohnkredit mit einer regulären Immobilienfinanzierung kombiniert, kann so eine Vollfinanzierung entstehen, die sowohl die Immobilie selbst, wie auch die Einrichtung etc. mitfinanziert. Zu beachten sind dabei die Konditionen, denn obwohl beim Wohnkredit selbst kein Wert auf den Beleihungsauslauf gelegt wird, so gelten die weiteren Verpflichtungen aus der Immobilienfinanzierung natürlich als Risikofaktor, der zu schlechteren Konditionen oder gar zur Ablehnung des Kredites führen könnte. Auch beim Wohnkredit sollte der Kreditinteressent das Kreditangebot mit möglichst vielen anderen Angeboten (auch mit Ratenkrediten, Konsumentenkrediten etc.) anderer Anbieter vergleichen.