Kündigung eines Forward-Darlehens kann hohe Kosten verursachen

Mit einem Forward-Darlehen erhalten Kreditnehmer die Möglichkeit, sich schon frühzeitig günstige Zinskonditionen für die Zukunft zu sichern. Bei sinkenden Zinsen kann sich der Abschluss eines derartigen Darlehens jedoch als Kostenfalle herausstellen. Eine Kündigung ist nicht ohne forward-darlehenWeiteres möglich und kann je nach Zinsverlauf hohe Kosten verursachen.

Ein Forward-Darlehen ist insbesondere für Verbraucher interessant, die bereits im Vorhinein wissen, dass sie in der Zukunft ein Darlehen benötigen werden. Deshalb wird ein solches Darlehen gerne zur Anschlussfinanzierung genutzt. Denn der Termin, an dem ein erneuter Kredit zur vollständigen Tilgung des Baukredits aufgenommen werden muss, kann bereits im Voraus errechnet werden. Sind die Zinsen günstig, dann können sich Kreditnehmer das günstige Zinsniveau durch den Abschluss eines Forward-Darlehens für einen langen Zeitraum sichern. Das ist möglich, da zwischen Abschluss des Darlehensvertrages und eigentlicher Inanspruchnahme eine lange Zeitspanne von bis zu 60 Monaten liegen kann. Insbesondere bei kontinuierlich steigenden Zinsen macht sich die Ersparnis für Kreditnehmer bemerkbar. Bei sinkenden Zinsen kann sich der zuvor vereinbarte Zinssatz jedoch einige Monate oder Jahre später als sehr teuer erweisen. Vor allem in Zeiten niedriger Bauzinsen sind deshalb viele Darlehensnehmer daran interessiert, ein zuvor vereinbartes Forward-Darlehen zu kündigen. Allerdings ist eine einseitige Kündigung nicht möglich, denn der Vertrag wurde bindend geschlossen. Ein Ausstieg wird von Banken aber oftmals auf Wunsch angeboten, er ist jedoch mit einigen Kosten verbunden.

Nichtabnahmeentschädigung verursacht bei Kündigung Kosten

Insbesondere bei einem stark veränderten Zinsniveau können für den Darlehensnehmer im Zuge einer Kündigung hohe Kosten entstehen. Banken müssten durch die Kündigung nämlich auf einen Zinsgewinn verzichten, welcher sie sich durch die Nichtabnahmeentschädigung entschädigen lassen. Wie hoch diese Entschädigung ausfällt, richtet sich insbesondere nach der Laufzeit des Vertrages sowie nach dem veränderten Zinsniveau und den weiteren Details. Sind die Zinsen seit Vereinbarung des Forward-Darlehens drastisch gesunken, dann spiegelt sich dies auch in der Höhe der Entschädigung wider. Deshalb lohnt es sich nicht immer, den einmal geschlossenen Darlehensvertrag zu kündigen, um ein vermeintlich zinsgünstigeres Darlehen aufzunehmen. Als Alternative kann die Veräußerung des Darlehens über den Darlehenszweitmarkt infrage kommen. Dabei wird der Kredit an einen anderen Darlehensnehmer übertragen, wodurch eine Kündigung nicht notwendig wird.

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