Risikolebensversicherung

Eine Risiko-Lebensversicherung schützt im Todesfall

Eine Risiko-Lebensversicherung schützt Hinterbliebene vor den finanziellen Folgen im Falle des Todes des Hauptverdieners. Der Markt bietet hierzu mittlerweile eine große Zahl an Anbietern und Vertragsvarianten – gerade dann, wenn finanzielle Belastungen durch das eventuelle Ableben des Hauptverdieners einer Familie nicht mehr geschultert werden könnten, sollte ein Abschluss unbedingt in Erwägung gezogen werden. So können beispielsweise die Raten einer Immobilienfinanzierung oder andere, wiederkehrende Verpflichtungen schnell zu einem finanziellen Engpass führen, wenn ein Einkommen wegfällt. Die Risiko-Lebensversicherung wird dabei für einen bestimmten, mehrjährigen Zeitraum abgeschlossen und zahlt die vereinbarte Versicherungsleistung im Falle des Todes der versicherten Person an die Begünstigten aus. Hier kommen Summen bis zu 5 Millionen Euro in Frage.

Wie funktioniert eine Risiko-Lebensversicherung?

Die Funktionsweise einer Risiko-Lebensversicherung ist nicht sehr kompliziert: Abgesichert wird der Tod des Versicherungsnehmers über einen bestimmten Betrachtungszeitraum. Stirbt die versicherte Person tatsächlich während dieser Zeit, wird die Versicherungsleistung fällig. Stirbt der Versicherungsnehmer jedoch nicht, erfolgt keine Leistung aus der Versicherung. In Abgrenzung zur reinen Risiko-Lebensversicherung existiert eine kapitalbildende Variante, welche im Erlebensfall eine Kapitalleistung aus den erwirtschafteten Kapitalerträgen auszahlt. Im Vergleich werden für die reine Risiko-Lebensversicherung daher viel niedrigere Beiträge fällig, welche z. B. jährlich (bzw. je nach vereinbarten Beitragsmodalitäten) gezahlt werden müssen. Es gibt einige Ausnahmen, bei denen eine Risiko-Lebensversicherung auch bei Eintritt des Todes während der Laufzeit nicht zahlt – hierzu zählen insbesondere Selbstmorde und Tod durch Kriegsgeschehen.

Die verschiedenen Arten einer Risiko-Lebensversicherung

Prinzipiell unterscheidet man 3 Arten der Risiko-Lebensversicherung. Bei der weit verbreiteten, klassischen Variante ist die Versicherung auf eine Person bezogen und leistet beim Eintritt des Todes während der Laufzeit an die Begünstigten (in der Regel die Hinterbliebenen des Toten). Von einer verbundenen Risiko-Lebensversicherung spricht man, wenn sich beispielsweise Ehepartner gegenseitig über einen Vertrag absichern möchten – hierbei wird die Versicherungsleistung bei Eintritt des Todes des ersten Todesfalles einer der beiden Versicherten fällig.

Diese Variante ist zumeist günstiger als die Absicherung über zwei separate Verträge, leistet aber auch nur einmal die entsprechende Versicherungssumme. Als weitere Variante existiert noch die sogenannte fallende Risiko-Lebensversicherung, bei welcher die Versicherungsleistung mit zunehmender Laufzeit fällt. Diese Variante bietet sich beispielsweise zur Absicherung von Darlehensverpflichtungen an, da die Restschuld dort ebenfalls mit zunehmender Laufzeit geringer wird. Hierbei sollte allerdings auf eine ausreichende Leistung zu jedem möglichen Zeitpunkt geachtet werden.

Todesfallbonus oder Beitragsverrechnung?

Für die Berücksichtigung der auch bei einer Risiko-Lebensversicherung anfallenden Überschussergebnisse des Anbieters gibt es 2 unterschiedliche Vertragsvarianten. Beim Todesfallbonus werden die von der Gesellschaft erzielten Überschüsse dazu verwendet, im Leistungsfall eine höhere Summe als die vereinbarte Versicherungssumme auszuzahlen. Bei der Beitragsverrechnung werden die erzielten Überschüsse für eine Beitragssenkung verwendet. Da die Höhe der Überschüsse niemals genau vorhergesagt werden kann, können sich aus den genannten Modellen sehr unterschiedliche Leistungs- bzw. Beitragskennzahlen ergeben.

Wie sollte beim Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung vorgegangen werden?

Da der Beitrag einer Risiko-Lebensversicherung nach individuellen Merkmalen von jedem Anbieter separat ermittelt wird, sollte ein ausgiebiger Vergleich vor dem Abschluss stattfinden. Einflussfaktoren sind insbesondere das Alter, der Gesundheitszustand des Antragstellers, die Versicherungssumme, die Laufzeit und natürlich auch der Lebenswandel: So haben starke Raucher oder Menschen mit extrem gefährlichen Hobbys natürlich auch höhere Beiträge zu erwarten als andere Antragsteller. Als Zahlweise können in der Regel neben einer jährlichen Zahlweise gegen entsprechende Aufschläge auch unterjährige Zahlungen vereinbart werden. Über alle diese Punkte sollte sich der Interessent informieren und den individuellen Versicherungsbedarf und die Kosten möglichst detailliert ermitteln bzw. anfragen.

Die Kündigung einer Risiko-Lebensversicherung

Bei der Kündigung einer Risiko-Lebensversicherung ist – wie bei anderen Versicherungsverträgen auch – die Kündigungsfrist zu beachten. Diese steht im Vertrag im entsprechenden Absatz – z. B. ein Monat zum Ende des Versicherungsjahres. Bei unterjährigen Zahlweisen kann diese variieren. Prinzipiell besteht statt einer Kündigung auch die Möglichkeit der Vereinbarung einer kostenlosen Beitragsfreistellung, bei der keine Beiträge mehr gezahlt werden müssen. Der Anbieter kalkuliert dann aufgrund der bisher gezahlten Beiträge eine neue Versicherungssumme. Tritt während der Laufzeit des Vertrages eine Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit ein, kann mit dem Anbieter auch über die Reduzierung von Beiträgen und des Versicherungsschutzes verhandelt werden. Bessert sich die Situation später wieder, kann in der Regel auch der volle Versicherungsschutz wieder hergestellt werden.