Wann lohnt ein Investment in geschlossene Fonds?

Investmentfonds gehören zu den beliebtesten Anlageformen in Deutschland und Europa. Grundsätzlich kann man Investmentfonds in offene und geschlossene Fonds unterteilen. Der hauptsächliche Unterschied liegt in der Handelbarkeit der Fondsanteile. Während bei geschlossenen Fonds Anteile grundsätzlich nur während des investmentfonds-anlagePlatzierungszeitraumes gekauft werden können, sind die meisten offenen Investmentfonds ständig frei handelbar (im Börsen- und / oder außerbörslichen Handel). Es existiert zwar ein Zweitmarkt für den Handel mit Anteilen von geschlossenen Fonds, jedoch sind Transaktionen hier meist nur eingeschränkt möglich. Eine Investition in geschlossene Fonds ist also üblicherweise eine (je nach Fondsbedingungen) eher langfristige Anlage. Geschlossene Fonds können in der Regelkonzeption als Kommanditanteile gezeichnet werden. Sind alle Anteile verkauft (resp. die notwendige Kapitalquote erreicht), wird der Fonds geschlossen.

Je nach Fonds und Anlagegut wird nun unter Aufnahme weiteren Fremdkapitals in die ausgeschriebene Anlage investiert. Typische Beispiele sind dabei: Immobilienfonds (z.B. für Bürohochhäuser oder Einkaufszentren etc.), Schiffsfonds (Containerschiffe, Tanker etc.), Windkraftfonds bzw. Energiefonds (Windparks, Photovoltaikfarmen etc.), Medienfonds oder Leasingfonds (z.B. Flugzeugleasing). Ziel einer Anlage in geschlossene Fonds sind Erträge aus dem operativen Geschäft in Form von regelmäßigen Ausschüttungen (z.B. Mieteinnahmen bei Immobilienfonds, Förderungen bei Windkraftfonds) zu erwirtschaften, die im Laufe der Zeit die Investitionssumme überschreiten.

Neben diesem reinen Gewinnansatz bieten geschlossene Fonds ggf. auch steuerliche Vorteile. Steuerliche Sonderregelungen (z.B. Tonnagesteuer bei Schiffsfonds, Abschreibungen bei Immobilienfonds) können durch geschickte Ausnutzung zur Renditeoptimierung genutzt werden. All dies setzt jedoch voraus, dass der Investor sich intensiv sowohl mit dem Anlagegut, dessen Marktumfeld und auch mit den steuerlichen Besonderheiten vertraut macht. Wer dies versäumt, dem können durchaus nennenswerte Verluste blühen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*