Wie funktioniert ein Bauspardarlehen?

Ein Bauspardarlehen ist ein zweckgebundenes Darlehen einer Bausparkasse, welches im Rahmen eines Bausparvertrages je nach vertraglich vereinbarten Bedingungen beansprucht werden kann. Im Prinzip entspricht ein Bauspardarlehen einem herkömmlichen Annuitätendarlehen, jedoch müssen bestimmte Zuteilungsvoraussetzungen und Kreditwürdigkeitskriterien erfüllt sein. Ähnlich wie bei einem Annuitätendarlehen müssen nach bauspardarlehenErhalt der Darlehenssumme Zinsen und Tilgungsleistungen in monatlichen Raten zurückgezahlt werden. Bauspardarlehen spielen in Deutschland eine große Rolle bei privaten Immobilienfinanzierungen und werden von Bausparkassen zu verschiedenen Konditionen angeboten. Bei Vertragsschluss werden bereits im Vorfeld die Konditionen für das Bauspardarlehen festgelegt. Zu unterscheiden sind Bauspardarlehen, die nach der Zuteilungsreife eines Bausparvertrages an den Darlehensnehmer ausgezahlt werden und sogenannte Bausparsofortdarlehen, welche bereits kurz nach Vertragsschluss ausgezahlt werden.

Was kostet ein Bauspardarlehen?

Bauspardarlehen werden mit etwa 50 bis 60 % der vereinbarten Bausparsumme bei Abschluss eines Bausparvertrages gewährt. Der Zinssatz ist abhängig vom Kapitalmarkt und den Konditionen der anbietenden Bausparkasse. Die Regellaufzeit eines Bauspardarlehens beträgt zehn oder elf Jahre und kann aus unterschiedlichen Tarifen heraus mit unterschiedlich hohen Zins- und Tilgungsleistungen abgetragen werden. Sondertilgungen sind dabei in der Regel kostenfrei möglich. Beim Abschluss von Bausparverträgen ist allerdings nicht nur auf Die Darlehenskonditionen zu achten, sondern auch auf die Konditionen während der Ansparphase (Guthabenzinsen etc.). Grundsätzlich können bei Bausparverträgen bei Erfüllung der Voraussetzungen auch staatliche Zuschüsse relevant werden, die auf dem Ansparkonto gutgeschrieben bzw. bei der Steuerbehörde beantragt werden müssen. Ein Bauspardarlehen kann sehr genau im Vorfeld kalkuliert werden und unterliegt in der Regel keinen relevanten Finanzierungsrisiken für den Kreditnehmer.

Die Zweckbindung von Bauspardarlehen

Die Mittel aus einem Bauspardarlehen dürfen ausschließlich für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden – hierunter fallen insbesondere der Erwerb oder die Herstellung einer Immobilie. Allerdings sind auch Umbau- oder Modernisierungsmaßnahmen für ein Bauspardarlehen geeignet. Je nach Anbieter sind Darlehen bis 10.000, 20.000 oder 30.000 Euro sogenannte Blankodarlehen – also ohne grundpfandrechtliche Besicherung erhältlich. Darüber hinaus müssen allerdings entsprechende Eintragungen im Grundbuch zu Gunsten der Bausparkasse vorgenommen werden. Die Beleihungsgrenze liegt dabei in den meisten Fällen bei 80 %. Vorgeschrieben wird in der Regel auch eine Gebäudebrandversicherung. Wie bei anderen Immobilienfinanzierungsformen auch, sollte sich der Interessent vor Abschluss eines Vertrages jedoch sehr genau über die Bedingungen und die verschiedenen Anbieter und deren Konditionen informieren. Hierbei kann ein neutraler Finanzierungsberater weiterhelfen, der über weitreichende Erfahrungen und einen entsprechenden Marktüberblick verfügt.

 

Kommentar hinzufügen