Wohnimmobilien verknappen sich deutlich am Markt

Die schon seit vielen Monaten andauernde Zinsniedrigphase hat die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Deutschland stark ansteigen lassen: Die Zahl Baugenehmigungen sind so hoch wie seit 10 Jahren nicht mehr und die Transaktionszahl am deutschen wohnimmobilieWohnungsmarkt sprengt alle Grenzen. Fachleute rechnen auch in den nächsten Monaten nicht mit einer Entspannung am Wohnungsmarkt – insbesondere nicht in bevorzugten Lagen und B-Standorten.

Hier halten nicht nur private Interessenten, sondern auch vermehrt in- und ausländische Investoren nach entsprechenden Kapitalanlagemöglichkeiten Ausschau. Das Preisniveau in guten und mittleren Lagen ist daher seit einiger Zeit durch einen deutlichen Aufwärtstrend gekennzeichnet.

Passende Wohnimmobilien kaum noch zu finden

Die Wohnimmobilie nach Wunsch ist kaum noch aufzutreiben – und wenn doch, nur für entsprechend hohe Preise. Die meisten Interessenten am Markt vereinbaren sich mittlerweile mit mehr oder weniger hoher Kompromissbereitschaft, um überhaupt noch fündig zu werden. Im Gegenzug werden für optimal passende Wohnimmobilien Spitzenpreise gezahlt. Bei den mittleren Lagen besteht hier noch einiges an Entwicklungspotenzial, weshalb auch diese Standorte immer mehr in den Fokus der Betrachtung rücken. Ein Preisanstieg ist hier bereits ebenfalls auszumachen.

Die anhaltend hohe Nachfrage verhindert günstigere Preise

Wer eine passende Immobilie finden möchte, muss sich in der Regel sehr lange und mit hoher Kompromissbereitschaft umschauen. Die anhaltend hohe Nachfrage und das nur noch geringe Angebot lassen nicht nur die Preise weiterhin steigen, sondern verhindern auch generell die Verfügbarkeit entsprechender Wunschimmobilien. In großen Ballungsgebieten wie München oder Berlin, aber bereits auch in aufstrebenden Universitätsstädten wie Jena, Mainz oder Kassel wird die Suche nach der Wunschimmobilie extrem schwierig. Wohnimmobilien sind knapp, mit Ausnahme von Standorten weit draußen auf dem Land. Diese Lagen sind jedoch aufgrund ihrer schlechten Anbindung an die Infrastruktur eher zu vernachlässigen.

Käufer kann entscheiden: Kompromiss oder teurer Preis

Auch wenn Finanzierungen noch immer sehr günstig zu bekommen sind, nützt dies nur bedingt – denn ist die Wunschimmobilie extrem teuer, muss entsprechend mehr Fremdkapital aufgenommen werden, was auch bei niedrigen Zinsen die Finanzierungskosten wieder ansteigen lässt. Alternativ kann sich der Interessent dafür entscheiden, Kompromisse bei der Auswahl der Immobilie einzugehen. Somit können Finanzierungskosten und Wohnwunsch angeglichen werden und ein trotz allem noch attraktives Wohnambiente erzielt werden. Wer das wirklich ernsthaft vorhat, sollte damit bald beginnen, denn die Lage wird voraussichtlich in den nächsten Monaten eher schlechter als besser.

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