Der Betriebsmittelkredit für mehr Liquidität – Betriebsmittel richtig finanzieren

Ein Unternehmen geht grundsätzlich in Vorleistung. Bevor der eigene Kunde den Service oder das Produkt bezahlt, entstehen Kosten bei der Herstellung oder Dienstleistung, dem Einkauf und der grundlegenden Betriebsführung. Die zeitliche Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen verursacht einen Liquiditätsengpass. Wie können Unternehmer ihn umgehen?

Wofür brauchen Gewerbetreibende einen Betriebsmittelkredit?

Damit ein Unternehmen die laufenden Kosten bestreiten kann, benötigt es ausreichende finanzielle Mittel – unter anderem durch einen Kredit. Nur so bleibt der Betrieb im Fluss.

Bevor Einkünfte erwirtschaftet werden können, kommen betriebswirtschaftlich gesehen zwei unterschiedliche Arten von Ausgaben auf einen Unternehmer zu. Die Bilanz nennt sie Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Zum Anlagevermögen gehören teure Maschinen und Einrichtungsgegenstände, die für den Betrieb notwendig sind. Für sie stehen verschiedene langfristige Darlehen zur Verfügung wie zum Beispiel die Maschinenfinanzierung.

Aber auch das Umlaufvermögen ist bei der Unternehmensfinanzierung nicht zu vernachlässigen. Vielleicht scheinen die Kosten erst einmal gering zu sein, doch bei ihnen handelt es sich um regelmäßig wiederkehrende Ausgaben, die sich summieren:

Einkauf von Waren, Rohstoffen, Miete und Nebenkosten, Personal, Beratung, Transport, Marketing, Forschung, Entwicklung, etc.

Welchen Vorteil bietet ein Kredit für liquide Mittel?

Normalerweise bezahlt ein Unternehmen das Umlaufvermögen aus den Einnahmen. Doch durch Produktion, Lieferung und Zahlungsziele schieben sich diese Einkünfte hinaus. Geht dadurch die Liquidität zur Neige, fehlen wichtige Gelder für den nächsten Auftrag. Daher ist ein Betriebsmittelkredit für liquide Mittel ein echter Gewinn.

Ist erst ausreichend Liquidität vorhanden, kann ein Betrieb beim Einkauf das Skonto voll ausschöpfen. Alle notwendigen Rohstoffe können auf Bedarf bevorratet werden. Saisonale Schwankungen der Auftragslage gleichen sich aus. Und schließlich ist der Unternehmer in der Lage seinen Kunden interessante Zahlungsziele anzubieten.

Welche Kredite sind für die Finanzierung von Umlaufvermögen geeignet?

Als Finanzierung für das Betriebsvermögen kommen drei verschiedene Produkte in Frage. Alle bieten dem Gewerbetreibenden eine hohe Flexibilität.

1. Der Kontokorrentkredit

Bei diesem Kredit handelt es sich eigentlich um eine Kreditlinie auf dem Firmenkonto. Sie ähnelt dem Dispositionskredit für Privatleute. Bank und Unternehmer schließen für den Kontokorrentkredit einen Kreditvertrag und danach steht die Linie zur Verfügung. Je nach Bedarf nutzt die Firma nun die Möglichkeit zur vereinbarten “Kontoüberziehung”. Zinsen fallen nur an, wenn die Kreditlinie in Anspruch genommen wird. Einnahmen auf dem Konto gleichen den Sollbetrag wieder aus. Da die Darlehenssumme jederzeit zur Verfügung steht, besitzt die Firma nun Liquidität, wann immer sie benötigt wird.

2. Ein Darlehen mit kurzer Laufzeit

Steht ein Großauftrag an, reicht der Kontokorrentkredit für die Vorfinanzierung vielleicht nicht aus. Für diesen Fall gibt es Darlehen, die nur mit einer kurzen Laufzeit vereinbart werden. Die Bank schließt diesen Kreditvertrag speziell für die Projektphase ab. Es handelt sich um ein endfälliges Darlehen, bei dem während der Laufzeit nur Zinsen bezahlt werden. Die Tilgung erfolgt bei Zahlung durch den Kunden des Projekts.

3. Ein Förderkredit

Die KfW und die Landesbanken unterstützen Unternehmen tatkräftig. Sie legen Programme auf für Start-ups, KMUs und andere Selbständige. Dabei bieten Sie ebenfalls Kreditprogramme an, die Gewerbetreibende mit Liquidität fürs Umlaufvermögen versorgen.

Wie können Unternehmer die Förderung nutzen?

Bedingungen und Konditionen der Förderkredite legen die KfW und die Landesbanken selbst fest. Sie fördern mit unterschiedlichen Kreditprogrammen Gründer, Unternehmen und Freiberufler. Dabei geben sie die Förderkredite zu einem verbilligten Zinssatz aus.

Den Antrag stellt der Gewerbetreibende über einen Finanzierungspartner wie zum Beispiel eine Bank. Dieser prüft und bearbeitet den Darlehensantrag, vereinbart mit dem Unternehmen Sicherheiten und leitet den Unternehmerkredit durch. Die Förderbanken nehmen oft einen hohen Anteil des Risikos von den Schultern der Bank, wodurch die Genehmigung leichter zu erreichen ist.

Wie funktioniert die Tilgung?

Je nach vereinbarter Laufzeit ist ein endfälliges Darlehen oder ein Ratenkredit erhältlich. Für mehr Flexibilität räumt die KfW zum Beispiel auch eine tilgungsfreie Zeit ein und eine Laufzeit mit bis zu 10 Jahren ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Fazit

Jedes Unternehmen profitiert von einem Kredit für mehr Liquidität, der mehr Freiheit bei der Bevorratung, der Vorbereitung von Projekten und den Zahlungszielen für Kunden verschafft. Eine Kreditlinie mit dem Kontokorrentkredit ist für die kurze Überbrückung wiederkehrender finanzieller Lücken ideal, während ein kurzfristiger Firmenkredit besser zu einem bestimmten Projekt passt. Durch die unterschiedliche Ausrichtung der Förderkredite findet sich für jeden Unternehmer ein zinsverbilligtes Darlehen, mit dem die Betriebsmittel auch über längere Zeit gesichert sind. Eine günstige Gewerbefinanzierung können Unternehmer und Firmen bei unserem Spezialfinanzierer für Unternehmensfinanzierung mittels Kreditvergleich aus über 250 Anbietern wählen.