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Die Anschaffungskosten bei einem Immobilienkauf setzen sich aus dem Erwerbspreis der Immobilie zuzüglich der anfallenden Nebenkosten zusammen. Zu diesen Nebenkosten gehören beispielsweise die Maklerprovision, Notar – und Grundbuchkosten, Grunderwerbsteuer und ggf. Finanzierungskosten. Dabei sind die Anschaffungskosten abzugrenzen von den Kosten beim Bau (der Herstellung) einer Immobilie – hierbei wird von Herstellungskosten gesprochen. Aus steuerlicher Sicht können Anschaffungskosten nur dann im Rahmen der AfA (= Absetzung für Abnutzung) abgeschrieben werden, wenn diese gebäudebezogen sind.

Das bedeutet, dass alle Kosten (auch Nebenkosten), die im Zusammenhang mit dem Erwerb des Grundstückes angefallen sind, getrennt werden müssen. Diese Trennung erfolgt üblicherweise nach dem entsprechenden Verhältnis der Verkehrswerte von Gebäude und Grund und Boden. Im Gegensatz dazu werden bei verschiedenen Förderprogrammen – insbesondere bei selbstgenutztem Wohneigentum – alle anfallenden Anschaffungskosten (also sowohl für Gebäude wie auch für Grund und Boden) als Messbetrag angenommen. Vor der Entscheidung für oder gegen den Kauf einer bestimmten Immobilie sollte sich der Interessent ein genaues Bild über die anfallenden, gesamten Anschaffungskosten machen. Dies ist sowohl für eine korrekte Finanzplanung wie auch für die Bestimmung des exakten Fremdkapitalbedarfes bei einer vorgesehenen Finanzierung von entscheidender Bedeutung:

Werden die Gesamt-Anschaffungskosten falsch eingeschätzt, kann dies später zu einer Finanzierungslücke bzw. zu einem finanziellen Engpass führen. Die Beurteilung, ob die Höhe der Anschaffungskosten für den Kauf einer bestimmten Immobilie angemessen ist, erfordert in der Regel eine breite Kenntnis über die Bewertungsmaßstäbe für Immobilien. So differieren Immobilienpreise je nach Zustand, Ausstattung, Lage und weiteren Kriterien. Laien sollten sich deshalb möglichst fachlichen Rat einholen, um das für den realisierbaren Finanzierungsrahmen passende Objekt zu finden.