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Die Laufzeit eines Darlehens reicht von der ersten Inanspruchnahme bis zur vollständigen Tilgung des Kreditbetrages. Baufinanzierungsdarlehen, die in Form von Annuitätendarlehen ausgereicht werden, haben die längsten Laufzeiten. Diese können über 40 Jahre betragen.

Die Laufzeit eines Annuitätendarlehens hängt von der Höhe des Zinssatzes ab. Einen großen Einfluss auf die Darlehenslaufzeit hat außerdem die Höhe der Tilgung, da diese Kredite in der Regel in monatlich gleichbleibenden Raten zurückgezahlt werden. Der Zinsanteil nimmt während der Darlehenslaufzeit ab, der Tilgungsanteil steigt. Die Tilgung ist als Prozentsatz angegeben und bezieht sich auf ein Jahr. Welche Bedeutung die Höhe des Tilgungssatzes hat, zeigt folgendes Beispiel: Ein Hypothekendarlehen mit 3 Prozent Zinsen und 1 Prozent Tilgung läuft insgesamt 41 Jahre und 8 Monate, während ein 3-prozentiges Darlehen mit 2 Prozent Tilgung schon nach 30 Jahren und 7 Monaten zurückgezahlt ist. Im Internet findet man Rechner, mit deren Hilfe man sich die Laufzeit eines Annuitätendarlehens leicht ausrechnen kann.

Je langfristiger die Darlehenslaufzeit, desto höhere Zinsen werden vereinbart und desto größer ist die monatliche Belastung. Will man die Laufzeit eines Darlehens verkürzen, sind Sondertilgungen oder die Vereinbarung einer höheren Rate notwendig. Die Möglichkeit von Änderungen muss man sich aber bei Vertragsabschluss im Voraus einräumen lassen. Sonst sind Veränderungen nur bei variablen Konditionen, nach Ablauf einer Zinsbindungsfrist oder nach 10 Jahren Darlehenslaufzeit möglich.
Die Darlehenslaufzeit ist klar von der Sollzinsbindungsfrist abzugrenzen. Die Zinsbindungsfrist besagt lediglich, wie lange die Zinsen für eine Baufinanzierung fest vereinbart sind. Nach Ende der Sollzinsbindungsfrist ist das Darlehen zumeist noch lange nicht getilgt.