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Der Darlehensvertrag fixiert die Bedingungen eines Darlehensgeschäftes zwischen einem Darlehensgeber und einem Darlehensnehmer – er ist rechtlich bindendes Dokument und somit von allen beteiligten Parteien zwingend einzuhalten. Üblicherweise werden Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und natürlichen oder juristischen Personen geschlossen und die hierfür gültigen Konditionen entsprechend niedergeschrieben. Auch eine Immobilienfinanzierung ist ein Darlehensvertrag zwischen einem Kreditinstitut, welches das benötige Kapital (die Darlehenssumme) zur Verfügung stellt und einem Darlehensnehmer, der das Darlehen dann in der vereinbarten Art und Weise tilgen (zurückzahlen) muss. Hierfür werden dem Darlehensnehmer zusätzlich Zinsen berechnet. Im Darlehensvertrag sind ferner geregelt:

Die Darlehenssumme, die Laufzeit (ggf. Zinsbindungsfrist), Zinskonditionen, Zahlungsmodalitäten und die Verfahrensweise bei Vertragsverletzungen durch eine der Parteien. Weiterhin können zusätzliche Vereinbarungen im Vertrag fixiert werden, z. B. die Vereinbarung von Sondertilgungen oder die Vereinbarung von flexiblen Tilgungssätzen. Besondere Bedeutung in einem Darlehensvertrag besitzen die vereinbarten Zinskonditionen: Werden z. B. variable Zinsen vereinbart, bedeutet dies, dass die Zinsen zu regelmäßigen Terminen an die Marktgegebenheiten angepasst werden können. Im Darlehensvertrag werden die entsprechenden Termine und der Referenzzinssatz (wie beispielsweise der EURIBOR) und die Ableitung daraus zum Vertragszins explizit dargestellt.

Auf der anderen Seite kann ein Darlehensvertrag auch die Vereinbarung einer Zinsbindungsfrist beinhalten – hier sind beide Parteien über die vereinbarte Laufzeit an diesen Zinssatz gebunden. Weitere Bestandteile eines Darlehensvertrages sind meist die Kündigungsvoraussetzungen, Gebühren für Mahnungen und die Eintreibung offener Zahlungen und weitere Auslagen, sowie die Datenschutzerklärung. Die sog. Schufa-Klausel, welche die kundenspezifische Datenkommunikation mit der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) regelt, muss der Darlehensinteressent in der Regel schon beim Antragsprozess unterschreiben, da eine Darlehenszusage in der Regel von einer Datenübermittlung mit der Schufa abhängig gemacht wird.