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„Dread Disease“ ist eine Sammelbezeichnung für schwere Krankheiten wie z. B. Herzinfarkt, Krebs oder Schlaganfall – wortwörtlich übersetzt heißt es so viel wie „gefürchtete Krankheiten“. Da diese Krankheiten oft schwerwiegende soziale wie finanzielle Folgen haben, besteht die Möglichkeit, eine sog. Dread Disease-Versicherung abzuschließen. Diese Versicherung hilft bei Auftreten einer versicherten Krankheit, die daraus folgenden Kostenbelastungen (z. B. für Behandlungen und Medikamente oder Betreuung), sowie die Absicherung der Angehörigen abzudecken. Die Leistung erfolgt in der Regel als Auszahlung in einer Summe, viele Anbieter ermöglichen darüber hinaus den Einschluss einer Leistung bei Tod des Versicherungsnehmers – vergleichbar zur Absicherung mit einer Risiko-Lebensversicherung.

Voraussetzung für die Versicherungsleistung ist die Diagnose einer explizit erwähnten Krankheit in den Vertragsunterlagen. Die Tarife der Dread Disease Versicherung sind daher abhängig vom genauen, individuell fixierten Leistungsumfang (genaue Festlegung der Krankheiten für den Anspruch auf Leistung und Höhe der Leistung) und der individuellen Situation (Gesundheitszustand, Alter, Geschlecht, Beruf etc.) des Versicherungsnehmers. Im Vergleich zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden vor dem Vertragsangebot allerdings merklich weniger bürokratische Vorgänge (wie z. B. äußerst detaillierte Gesundheitsfragen und Arztbefunde-Anforderungen) verlangt. Die Dread Disease Versicherung kann daher eine interessante Alternative zur Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung sein – insbesondere für Menschen, die wegen einer entsprechenden Vorgeschichte aus gesundheitlichen Gründen in der Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt wurden.

Geeignet ist die Dread Disease Versicherung aber auch für Bauherren, die somit einen zeitlich begrenzten Schutz (z. B. für die ersten Jahre der anfänglich meist sehr hohen Tilgungsbelastung) erreichen möchten oder für den Hauptverdiener einer Familie, der im Falle einer schlimmen Krankheit sich und seine Familie absichern möchte. Die Beiträge für eine Dread Disease Versicherung können unter bestimmten Voraussetzungen als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden.