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Die Erschließung eines Baugrundstückes ist Voraussetzung für den Bau eines Gebäudes auf diesem Grundstück. Zu den Erschließungsarbeiten gehören dabei u. a. der Anschluss an das Entsorgungs- und Versorgungsnetz der Gemeinde (z. B. Wasseranschlüsse, Gasanschlüsse, Stromanschlüsse etc.), der Anschluss an das öffentliche Telefon- und Kabelnetz, der Anschluss an die kommunale Infrastruktur (z. B. eine Straßenzufahrt) usw. Die Ausschreibung von Baugrundstücken sollte vor dem Kauf des Grundstücks sehr genau studiert werden, da oftmals Erschließungskosten in nicht zu unterschätzender Höhe auf den neuen Eigentümer zukommen.

Erst wenn der Baugrund vollständig erschlossen ist, kann darauf z. B. ein Wohn- oder Geschäftshaus gebaut werden. Die Kosten sowie die notwendigen Arbeitsaufwände für eine solche Erschließung können je nach Lage, Zustand und lokaler Bauordnung sehr unterschiedlich sein – so kann z. B. ein Kanalanschluss in großer Tiefe im Vergleich zu einem höher liegenden Anschluss nur mit entsprechendem Mehraufwand vernetzt werden. Da die Erschließung eines Baugrundstückes essentiell ist, müssen Kosten und Aufwand, sowie die Dauer bis zur Vollerschließung unbedingt berücksichtigt werden, bevor eine Baumaßnahme bzw. eine Finanzierung finalisiert werden.

Die Erschließungskosten sind grundsätzlich mindestens anteilmäßig vom neuen Eigentümer des Grundstückes mitzutragen, auch wenn die öffentliche Hand in Vorleistung getreten ist, um die Grundstücke schneller veräußern zu können. Welche Maßnahmen genau zur Erschließung des jeweiligen Grundstückes zählen und inwieweit sich der neue Eigentümer daran zu beteiligen hat, legt die jeweilige Bauordnung bzw. das Baugesetzbuch fest. Da diese Materie sehr vielschichtig ist, sollten sich Laien durch einen entsprechend sachkundigen Berater informieren lassen, bevor eine Kaufabsicht verwirklicht wird.