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Als Mietnomaden werden Mieter bezeichnet, die die vereinbarten Mietzahlungen nicht leisten und nach kurzer Mietdauer die Wohnung wieder unbemerkt verlassen. In der Regel bemerken Vermieter den Auszug des Mieters überhaupt nicht, sodass es für Vermieter oftmals schwer ist, die ausstehenden Mietbeträge einzutreiben.

Viele Mietnomaden zahlen die Miete nur teilweise oder unterlassen die Mietzahlungen vollständig. Bereits das kann den Vermieter in große finanzielle Bedrängnis bringen, denn in vielen Fällen sind auch private Vermieter auf die Mietzahlungen angewiesen. Ausstehende Mietzahlungen sind häufig allerdings nicht das einzige Problem, denn viele Mietnomaden hinterlassen die Wohnung in einem schlechten Zustand. Stark vermüllte Räume und Schäden am Wohnraum sind keine Seltenheit. Die Kosten für die Entmüllung und die Instandsetzung der Wohnung, damit diese wieder vermietet werden kann, müssen Eigentümer zusätzlich aufbringen.

Bis der Wohnraum geräumt werden kann, vergeht häufig aber viel Zeit, denn zunächst muss der Eigentümer einen gerichtlichen Beschluss erwirken, um den Wohnraum betreten und räumen lassen zu können. In dieser Zeit entstehen dem Eigentümer nicht nur Kosten durch die Mietausfälle, sondern zugleich muss er die Gerichtskosten zunächst selbst bezahlen. Alle anfallenden Kosten, wie zum Beispiel Mietausfälle, Räumungs- und Gerichtskosten, kann der Eigentümer zwar vom Mieter einklagen. Jedoch sind viele Mietnomade nicht in der Lage, für den Schaden aufzukommen.

Vermieter haben nicht viele Möglichkeiten, einen Mietnomaden im Voraus zu erkennen. In vielen Fällen stimmen der erste Eindruck und die Einkommensnachweise. Lediglich eine Bonitätsauskunft kann Aufschluss darüber geben, ob bereits derartigen Schulden vorhanden sind. Auch ein Anruf beim bisherigen Mieter könnte Vermieter dafür schützen, mit einem Mietnomaden einen Mietvertrag abzuschließen.