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Der Begriff „Objektrendite“ bezeichnet die erzielte Rendite einer Immobilie, welche nicht selbst genutzt wird. Dabei wird diese Rendite durch Mieteinnahmen oder aber Wertsteigerungen des Objektes selbst (ggf. auch aus beiden Komponenten) erzielt. In Abzug gebracht werden müssen von diesen Einnahmen die Kosten, die für diese Einnahmenerzielung notwendig waren – hierzu zählen insbesondere Finanzierungskosten, Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie Abschreibungen. Die Rendite ist also der erwirtschaftete Einnahmenüberschuss einer Immobilie. Unterschieden wird zwischen Vor- und Nachsteuer-Objektrendite, d.h. die Bruttorendite (Vorsteuerrendite) wird durch evtl. Steuerzahlungen gemindert und führt so zu einer in der Regel geringeren Nachsteuerrendite.

Derlei Renditeerwartungen sind äußerst interessant für Kapitalanleger, die mit Ihrem Kapital eine Immobilie finanzieren und für diesen Kapitaleinsatz natürlich eine möglichst hohe Objektrendite erwarten. Großen Einfluss auf die Renditehöhe haben dabei die Finanzierungskosten (also z.B. zu welchem Zins wird die Finanzierung abgeschlossen oder wie hoch ist der Fremdkapitalanteil?) und die Höhe und Stabilität der zu erwartenden Einnahmen. Günstig ist eine langfristige und vertraglich gebundene Mieterstruktur, die regelmäßige Mietzahlungen sicherstellen kann. Die Wertsteigerung des Objektes selbst ist oft von äußeren Einflüssen abhängig, z.B. der Lage, der umgebenden Infrastruktur usw.

Wichtig für eine möglichst beständige Werterhaltung sind hingegen eine gute Bausubstanz und die Lage in einem Einzugsgebiet mit möglichst hoher Vermietungswahrscheinlichkeit (z.B. in Premiumlagen). Die durchschnittlichen Netto-Objektrenditen in Deutschland für Anlageimmobilien bewegt sich im Bereich zwischen 5 und 6 Prozent p.a. Ein zusätzlich entscheidendes Kriterium ist auch die Anlagedauer, die je nach Objektzweck sehr hohe Unterschiede aufweisen kann – so werden kapitalintensive Großimmobilien meist als sehr langfristige Kapitalanlage über 10 Jahre ausgelegt, bei kleineren Immobilien kann die Bindungszeit auch darunter liegen.