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Im Preisrisiko drückt sich die Gefahr aus, dass sich Preise für einen Investor oder Anbieter entgegen seinen Vorstellungen durch einen unerwarteten Preisrückgang oder – anstieg negativ entwickeln. Die Abweichung des Preises von der Planung führt ggf. zu einem verringerten Ergebnis.
Bei einer Baufinanzierung bezieht sich das Preisrisiko auf die Immobilie und auf den Preis des geliehenen Geldes, den Darlehenszins. Die Rendite eines vermieteten Objektes hängt außerdem vom erzielbaren Mietpreis ab.

In diesem langfristigen Prozess sind viele gravierende Entscheidungen zu treffen, die die Lebenssituation des Immobilienerwerbers maßgeblich beeinflussen. Nicht zuletzt muss der Immobilieninvestor überlegen, wie er sein Vorhaben finanzieren will. Es empfiehlt sich, von vornherein verschiedene Marktlagen einzukalkulieren, denn bei allen Überlegungen spielen Preisrisiken eine große Rolle.

Der Preis einer Immobilie ist in erster Linie von Angebot und Nachfrage abhängig. Ausschlaggebend dafür sind ihre Lage, der Bodenrichtwert, die Infrastruktur, die Ausstattung, Alter und Bausubstanz sowie Grundstücksgröße, Wohnfläche und regionale Besonderheiten. Die umlaufende Geldmenge hat ebenso Einfluss auf das Immobilienpreisniveau, ihre Ausweitung kann zu Inflation und allgemein steigenden Preisen führen. Der Kaufpreis ist Verhandlungssache zwischen Erwerber und Verkäufer. Grundlage sollte ein fachlich fundiertes Wertgutachten durch einen Sachverständigen sein.

Preisrisiken muss der Immobilienkäufer auch hinsichtlich seines Finanzierungszinses tragen. Besonders offenkundig ist das bei variablen Baufinanzierungskonditionen und beim Auslaufen der Zinsbindungsfrist. Der Darlehenskunde muss sich entscheiden, wie lange er seine Konditionen festschreiben möchte, oder ob es Sinn macht, ein Darlehen vorzeitig abzulösen, zu tilgen oder zu verlängern. Liegt er mit seiner Einschätzung der Zinsentwicklung falsch, verteuert das die Immobilienfinanzierung unter Umständen um Tausende Euro.