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Unter einem Sockelbeitrag ist generell eine Mindestleistung zum Erhalt einer bestimmten Gegenleistung bzw. für die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen zu verstehen. Sehr oft wird damit der Mindesteinzahlungsbetrag zum Erhalt von staatlichen Förderungen bezeichnet, vor allem bei Altersvorsorgeverträgen. So besteht erst ab einem Mindesteinzahlungsbetrag von 60 Euro im Jahr der Anspruch auf Altersvorsorgezulagen vom Staat. Bei Bestand eines Beschäftigungsverhältnisses müssen jedoch mindestens 4 Prozent des Bruttoeinkommens eingezahlt werden – hier wird dann von einem Mindestbeitrag gesprochen. Im Falle zertifizierter Altersvorsorgeverträge können Sparer durch die Erfüllung der Voraussetzungen den Anspruch auf die Grundzulage erwerben (154 Euro jährlich) und ggf. zusätzlich Kinderzulagen (unterschiedliche Zulagenhöhe je nach Geburtsjahr des Kindes) erhalten.

Der Sockelbeitrag ist somit als die absolut niedrigste Leistung für eine Förderungsqualifizierung anzusehen, die jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen Anwendung findet. Bei differenten Ausgangssituationen können Mindestleistungen über dem Sockelbetrag notwendig werden (siehe Erklärung zum Mindestbeitrag). Sockelbeiträge finden auch in vielen anderen Bereichen Anwendung: Beispiele hierfür können sein: Die Erfüllung steuerlicher Voraussetzungen, im Gesundheitssystem, bei Vereinsmitgliedschaften usw. Es ist in jedem Falle wichtig, die mit einem Sockelbeitrag zusammenhängenden Bedingungen gut zu studieren, damit die Voraussetzungen für die geplanten Vorteile bzw. Gegenleistungen auch in voller Höhe und optimal passend zur persönlichen Situation erfüllt werden.

So ist beispielsweise die Zahlung des Sockelbeitrages von 60 Euro bei einem Altersvorsorgevertrag und gleichzeitig bestehender Beschäftigung mit entsprechendem Gehalt nicht ausreichend für den Erhalt der staatlichen Förderungen. Die Sockelbeitragsregelung gilt nämlich nur für bestimmte Einkommensgruppen.
In der Regel sind in den Bedingungen für bestimmte Leistungen Sockelbeiträge generell nur vereinbart, wenn die Erbringung für den Leistungserbringer auch einen Vorteil hat.