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Unter dem Begriff Wertbeständigkeit wird allgemein die Eigenschaft eines Objektes verstanden, einen Wert dauerhaft zu erhalten. So sollte eine Wertbeständigkeit den nominellen Wert des Objektes langfristig und möglichst ohne große Schwankungen garantieren – egal, welche äußeren Einflüsse auftreten. Viele Investitionsgegenstände wie z. B. Aktien oder Währungen weisen hohe Schwankungsbreiten auf und sind zudem vielen Einflüssen aus Wirtschaft und Politik ausgesetzt, die deren Wert dauerhaft mindern können. Es gibt allerdings keine prozentuale oder wertmäßig exakte Definition der Wertbeständigkeit – die Beurteilung unterliegt vielmehr der Meinung der jeweiligen Beobachter.

So gelten insbesondere Immobilien bei vielen Fachleuten als sehr wertbeständig, da sie äußeren Einflüssen gegenüber vergleichsweise unempfindlich sind und der einmal erworbene Sachwert unabhängig von z. B. Inflation, Währungsentwicklungen oder Finanzmärkten quasi jederzeit wieder liquidiert und in einen entsprechenden Gegenwert umgewandelt werden kann. Trotzdem haben in einigen Ländern in den letzten Monaten und Jahren Entwicklungen stattgefunden, die auch bei der Wertbeständigkeit von Immobilien Zweifel aufkommen lassen. Entsteht z. B. durch spekulative Einflüsse eine Immobilienblase (extreme Verteuerung), so ist nach deren Platzen erheblicher Sachwertverlust aufgetreten. Dies hat die betroffenen Volkswirtschaften erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Eine Garantie für den Erhalt eines Wertes gibt es nicht – trotzdem sind einige Anlagen mehr als andere in der Lage, einen vergleichsweise stabilen Wertverlauf darzustellen. Viele Sachwerte (neben Immobilien beispielsweise auch Edelmetalle oder Rohstoffe) weisen einen viel wertbeständigeren Charakter auf als andere Anlagen. Nicht immer bedeutet dies jedoch auch, dass der Anleger sein Kapital „sicher“ investiert hat. Ein breiter und individuell optimal angepasster Mix aus verschiedenen Anlagen hat sich hier in der Vergangenheit am besten bewährt.