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Ein Zulagenanspruch ergibt sich aus der Erfüllung klar definierter Voraussetzungen und führt zum Erhalt einer finanziellen Unterstützung, beispielsweise aus staatlichen Förderprogrammen. Im allgemeinen Verständnis wird ein Zulagenanspruch meist im Zusammenhang mit der staatlichen Förderung von eigengenutztem Wohnraum für die Altersvorsorge verstanden – z. B. durch die Wohnungsbauprämie, durch KfW-Förderprogramme oder durch die „Riester“-Fördermöglichkeiten. Zum Erhalt von staatlichen Zulagen sind dabei – je nach Programm – unterschiedliche Voraussetzungen zu erfüllen, beispielsweise die Einzahlung regelmäßiger Sparbeiträge bis zu einem bestimmten Volumen oder mit einer bestimmten Laufzeit.

Ebenso wird der Erhalt von Zulagen oft von der Höhe des erzielten Einkommens oder der Familiensituation (z. B. Ehegemeinschaft, vorhandene Kinder etc.) abhängig gemacht. Ein Zulagenanspruch muss der zulagengewährenden Stelle immer nachgewiesen werden, d.h. fehlt der Nachweis, wird die Zulage nicht gewährt. Zulagen mindern den finanziellen Eigenaufwand für die Erfüllung eines Vorhabens – doch wird dieses Vorhaben oft auch erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden können, da die Voraussetzungen zum Erhalt der Zulagen erst erfüllt werden müssen. In manchen Fällen können Zulagen auch nur durch zusätzliche Maßnahmen erlangt werden, die das Projekt insgesamt verteuern.

Der Interessent sollte sich daher ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und eine realistische Planung zur Erfüllung der Voraussetzungen durchführen. Für Laien empfiehlt sich in jedem Fall die Hinzunahme eines unabhängigen Experten, um beurteilen zu können, ob das Anstreben einer entsprechenden Zulage lohnenswert ist bzw. ob sich dies überhaupt realisieren lässt. Im Rahmen eines finanziellen Gesamtkonzepts können Zulagen entsprechend miteingeplant werden, wenn diese – realistisch betrachtet – auch erlangt werden können und wirtschaftlich sinnvoll sind.